Neuigkeiten für Musikliebhaber: der Online-Musikmarkt wächst weiter

Schallplatten und Kassetten sind nur noch was für Nostalgiker und Fans von analogem Musikgenuss und die Zeiten der guten, alten CD sind auch bald vorbei: Das Internet hat den Musikmarkt fest im Griff und bietet für Musikfans zahlreiche Möglichkeiten, die Lieblingssongs herunterzuladen oder online zu hören. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand. Während Kratzer auf CDs und verwickelte Kassettenbänder den Hörgenuss deutlich verschlechtern können, ist digital gespeicherte Musik nicht von solchen Abnutzungserscheinungen betroffen.

Viele Verbraucher stört es auch, dass sie erst eine CD kaufen und diese dann einlesen und auf jedem Gerät abspeichern müssen, dass sie zur Musikwiedergabe nutzen möchten. Und da bereits viele Musikfans ihre Lieblingssongs unterwegs über Handy und MP3-Player hören, steigt sowohl der Wunsch nach besserer Vernetzbarkeit von Musik als auch der Frust über das zeitraubende Einlesen und Kopieren von Musik-CDs. Und so sinkt der Beliebtheitswert der CD in dem Maße, in dem Online-Angebote zunehmen. Zwar liegen die CD-Verkaufszahlen mit 103 Millionen Stück noch vor den 74 Millionen Liedern und Alben, die laut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) im vergangenen Jahr heruntergeladen wurden, doch der Trend hin zum Online-Musikhandel ist nicht mehr zu stoppen. Zuletzt stieg der Umsatz laut Bitkom um 35 Prozent auf 151 Millionen Euro.

Vor allem Musikplattformen wie Musicload oder iTunes, die das legale Herunterladen von Musik ermöglichen, profitieren von dieser Entwicklung. Wer aber auf der Suche nach einem bestimmten Song oder Album ist, sollte sich nicht nur auf eine Musikplattform verlassen. Die Preise für die angebotene Musik sind sehr variabel und können zum Teil täglich schwanken. Ein Vergleich lohnt sich hier also immer, denn pro Lied lassen sich mehrere zehn Cent und pro Album mehrere Euro sparen.

Durch die Einführung von sogenannten Cloud-Diensten, die Online-Speicherplatz für wenige Euro im Monat vermieten, ist es außerdem möglich, die gekaufte Musik übers Web auf einen Server des Anbieters hochzuladen. So kann man von jedem Endgerät aus auf die Lieblingsalben zugreifen, ohne dass man die Musik extra noch darauf abspeichern muss. Und auch die nächste Entwicklung im Online-Musikmarkt ließ nicht lange auf sich warten: Mittlerweile bieten Anbieter wie Napster und Quiocity für unter zehn Euro monatlich Zugang zu ihrer gesamten Online-Musikdatenbank an. Das Ganze funktioniert wie eine Art Musik-Abo: Der zahlende Kunde bekommt Zugriff auf Millionen von Songs, die er jederzeit via Handy, Notebook oder Tablet abrufen kann, sofern er eine Internetverbindung hat. Bei Simfy und Spotify ist der Zugang zur Musikbibliothek sogar kostenlos, allerdings werden hier Werbespots zwischen den Songs geschaltet.

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